Als Physiotherapeutin in der Schweiz arbeiten: Milena hat ihren Platz in Zürich gefunden
Milena kommt aus Deutschland, studierte Physiotherapie in den Niederlanden und fand mit Unterstützung von PhysioMatch ihre erste Stelle in Zürich. Sie erzählt über ihre Arbeit als Physiotherapeutin in der Schweiz, ihre Work-Life-Balance und warum sie sich zwischen Stadt, See und Bergen so zu Hause fühlt.
Wie ist es, direkt nach dem Studium als Physiotherapeutin in der Schweiz zu arbeiten?
Milena kommt ursprünglich aus Deutschland, studierte Physiotherapie in den Niederlanden und fand mit Unterstützung von PhysioMatch ihre erste Stelle in Zürich. Mittlerweile lebt und arbeitet sie seit elf Monaten in der Schweiz und hat dort wirklich ihren Platz gefunden.
Vor ihrem Studium hatte Milena bereits einige Zeit in den Vereinigten Staaten gelebt. Der Umzug in eine neue Umgebung war für sie also nicht völlig neu. Sie wusste bereits, dass sie gerne neue Länder und Städte entdeckt. Trotzdem war es natürlich aufregend, direkt nach ihrem Studium ihre erste Stelle als Physiotherapeutin in einem neuen Land anzutreten.
Glücklicherweise fühlte sie sich von Anfang an gut begleitet.
Auch Schweizerdeutsch erwies sich letztlich als weniger schwierig, als sie erwartet hatte. Laut Milena wird in Zürich kein besonders starker Dialekt gesprochen. Und wenn sie einmal etwas nicht versteht, merkt sie, dass die Menschen gerne helfen oder etwas noch einmal wiederholen.
Warum als Physiotherapeutin in der Schweiz arbeiten?
Nach ihrem Studium sah sich Milena verschiedene Möglichkeiten an. Die Arbeitsbedingungen in Deutschland sprachen sie weniger an, unter anderem aufgrund der kurzen Behandlungszeiten von manchmal nur etwa zwanzig Minuten.
Sie suchte bewusst nach einem Arbeitsplatz, an dem sie ihren Patienten ausreichend Zeit und Energie widmen kann, gleichzeitig aber auch genügend Raum für ihr eigenes Leben bleibt.
Die vielen positiven Berichte über die Schweiz, die guten Arbeitsbedingungen, die Natur und die Möglichkeit, beispielsweise 80 Prozent zu arbeiten, gaben schließlich den Ausschlag.
Was ihr mittlerweile besonders gut gefällt, ist die Selbstständigkeit bei ihrer Arbeit. Sie plant ihre Patienten größtenteils selbst ein und kann ihren Terminkalender anpassen, wenn jemand beispielsweise nach einem Unfall vorübergehend intensiver behandelt werden muss.
Darüber hinaus stellt sie fest, dass das Schweizer Gesundheitssystem Raum für längere Behandlungsverläufe bietet, wenn dies erforderlich ist. So kann sie ihre Therapie besser auf das abstimmen, was ein Patient in diesem Moment benötigt.
Vier Tage arbeiten

Milena verteilt ihr Arbeitspensum auf vier Tage, und das gefällt ihr sehr gut.
Durch die Vier-Tage-Woche hat sie genügend Energie für ihre Arbeit und gleichzeitig auch für sich selbst. Auch wenn sie eine Weiterbildung absolviert, ist es ihr wichtig, dafür ausreichend Zeit zu haben. Das hat sie von Anfang an offen mit ihrem Arbeitgeber besprochen.
Finanziell bietet ihr die Arbeit in der Schweiz außerdem viel Sicherheit. Zürich ist zwar eine teure Stadt, aber da Milena recht minimalistisch lebt, kann sie trotzdem gut Geld zurücklegen.
Für sie liegt der Vorteil vor allem darin, effizient und konzentriert arbeiten zu können, während gleichzeitig genügend Raum für persönliche Interessen und das Leben außerhalb der Arbeit bleibt.
Sich als Physiotherapeutin weiterentwickeln
Auch beruflich möchte sich Milena kontinuierlich weiterentwickeln.
Zurzeit absolviert sie einen Onlinekurs über Biomechanik, der von ihrem Arbeitgeber bezahlt wird. Dabei lernt sie unter anderem, besser zu verstehen, woher Beschwerden kommen, wie sie Diagnosen strukturieren und wie sie effizienter behandeln kann.
Später würde sie sich beispielsweise gerne auf manuelle Therapie oder Sportphysiotherapie spezialisieren. Momentan ist es ihr jedoch wichtiger, zunächst eine solide allgemeine Grundlage aufzubauen und anschließend zu entscheiden, welche Richtung am besten zu ihr passt.
Leben und Arbeiten in Zürich: Stadt und Natur in einem
Auch außerhalb ihrer Arbeit fühlt sich Milena in Zürich sehr wohl. Sie lebt gerne in einer lebendigen Stadt, möchte aber gleichzeitig schnell in der Natur sein können. Genau diese Kombination findet sie in Zürich.
Innerhalb kurzer Zeit ist sie am Zürichsee oder mitten im Grünen. Im Sommer kann sie nach der Arbeit noch kurz ans Wasser gehen, in der Sonne sitzen und die Aussicht genießen.
Auch die Umgebung rund um den Zürichsee findet sie sehr schön. Von dort hat man einen herrlichen Blick über den See und an klaren Tagen sogar bis zu den Alpen. Am Wochenende fährt sie gerne in die Berge. Gleichzeitig hat sie sich in Zürich ein schönes soziales Umfeld aufgebaut und unter anderem eine Tanzcommunity gefunden.
Für sie ist diese Kombination ideal: genügend Lebendigkeit in der Stadt und gleichzeitig ausreichend Möglichkeiten, zur Ruhe zu kommen.



„Ich habe meine Arbeit, aber auch mein Leben“

Natürlich musste sich Milena am Anfang auch an einige Dinge gewöhnen. Vor allem die Länge der Arbeitstage war anders, als sie es gewohnt war.
Gleichzeitig sorgen gerade die langen Öffnungszeiten ihrer Praxis für viel Flexibilität. Es gibt beispielsweise Früh- und Spätschichten, sodass sie ihre Arbeitszeiten daran anpassen kann, was an einem bestimmten Tag am besten zu ihr passt. Darüber hinaus kann sie ihre Arbeitsstunden auf weniger Tage verteilen und einen Teil ihrer Planung selbst bestimmen.
Genau diese Freiheit macht für sie einen großen Unterschied.
Physiotherapeuten, die noch unsicher sind, ob sie den Schritt in die Schweiz wagen möchten, empfiehlt sie daher vor allem, sich zu fragen, was ihnen wirklich wichtig ist.
Wenn man Freude an seiner Arbeit hat, gleichzeitig aber auch genügend Zeit und Energie für sein eigenes Leben haben möchte, kann die Schweiz laut Milena sehr gut zu einem passen.
Nach der Arbeit kann sie an den See fahren, am Wochenende in die Berge gehen und sich gleichzeitig beruflich weiterentwickeln.
Milena bringt es selbst eigentlich am schönsten auf den Punkt:
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