Als Physiotherapeut in der Schweiz arbeiten: Zahlen zu offenen Stellen und internationalen Fachkräften
Die Arbeit als Physiotherapeut in der Schweiz wird bei Fachkräften aus dem Gesundheitswesen in Europa immer beliebter. Aufgrund des Mangels an Physiotherapeuten suchen Schweizer Praxen zunehmend nach internationalen Bewerbern – eine Entwicklung, die PhysioMatch täglich in der Praxis beobachtet.
In diesem Artikel erfährst du, wie viele Physiotherapeuten in der Schweiz arbeiten, warum es zu einem Mangel kommt und aus welchen Ländern ausländische Physiotherapeuten in die Schweiz auswandern.
Als Physiotherapeut in der Schweiz arbeiten: Zahlen zu offenen Stellen und internationalen Fachkräften
Die Arbeit als Physiotherapeut in der Schweiz wird für Fachkräfte aus ganz Europa immer attraktiver. Das ist nicht überraschend, denn viele Schweizer Praxen haben schon seit längerer Zeit Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen. Wegen des Mangels an Physiotherapeuten suchen Arbeitgeber daher immer häufiger nach internationalen Kandidaten, eine Entwicklung, die PhysioMatch im Alltag deutlich sieht.
In diesem Artikel erfährst du, wie viele Physiotherapeuten in der Schweiz arbeiten, warum weiterhin ein Mangel besteht und warum internationale Fachkräfte immer wichtiger werden. Außerdem zeigen wir, aus welchen Ländern Physiotherapeuten kommen, basierend auf den Kandidaten, die PhysioMatch in den vergangenen drei Jahren in die Schweiz vermittelt hat.
- Rund 15.199 Physiotherapeuten arbeiten in der Schweiz
- Die durchschnittliche Arbeitswoche liegt bei etwa 32,7 Stunden
- Rund 28,2 Prozent verlassen den Beruf innerhalb von zwei Jahren
- Die Zahl anerkannter ausländischer Diplome steigt seit Jahren
- PhysioMatch hat in den vergangenen drei Jahren Kandidaten aus einer breiten Mischung europäischer Länder vermittelt
Die wichtigsten Zahlen auf einen Blick
Wie groß ist der Physiotherapiesektor in der Schweiz
Laut einer Studie der ZHAW arbeiten rund 15.199 Physiotherapeuten in der Schweiz. Der Sektor weist mehrere klare Merkmale auf. Rund 76 Prozent der Physiotherapeuten sind Frauen und das Durchschnittsalter liegt bei etwa 42 Jahren. Außerdem arbeiten etwa 61 Prozent in ambulanten Praxen und 84,5 Prozent im Gesundheitssystem.
Ein weiterer wichtiger Faktor in der Schweiz ist die durchschnittliche Anzahl an Arbeitsstunden. Die durchschnittliche Arbeitswoche liegt bei etwa 32,7 Stunden, was bedeutet, dass Teilzeitarbeit sehr verbreitet ist. Das ist positiv für die Work Life Balance vieler Fachkräfte, bedeutet aber auch, dass die verfügbare Vollzeitkapazität im Sektor niedriger ist, als die Gesamtzahl der Fachkräfte vermuten lässt.
Bei PhysioMatch sehen wir die Auswirkungen davon im Alltag. Schweizer Praxen suchen regelmäßig neue Kollegen, um Dienstpläne zu sichern, Wartezeiten zu verkürzen und die Kontinuität der Versorgung zu gewährleisten. Dadurch tauchen offene Stellen für Physiotherapeuten in vielen Regionen immer wieder auf.
Warum es in der Schweiz einen Mangel an Physiotherapeuten gibt
Neben Teilzeitarbeit spielt auch die Abwanderung eine große Rolle. Untersuchungen zeigen, dass rund 28,2 Prozent der Physiotherapeuten den Beruf innerhalb von zwei Jahren vorübergehend oder dauerhaft verlassen. Das ist ein erheblicher Anteil und bedeutet, dass Arbeitgeber ihre Teams immer wieder neu aufbauen müssen.
Diese Abwanderung setzt sich aus verschiedenen Gruppen zusammen. Rund 10,8 Prozent wechseln in einen anderen Beruf. Etwa 9,4 Prozent unterbrechen ihre Karriere vorübergehend. Weitere 7,9 Prozent arbeiten anschließend außerhalb des regulären Gesundheitssystems. Zusammen sorgen diese Bewegungen für einen anhaltenden Druck auf den Arbeitsmarkt, selbst wenn neue Physiotherapeuten in den Beruf einsteigen.
Das zeigt sich auch in Stellenübersichten. Im Oktober 2025 meldete PhysioSwiss 217 offene Stellen für Physiotherapeuten. Auf der Plattform TherapieJobs.ch waren 626 offene Positionen ausgeschrieben. Die genauen Zahlen verändern sich im Laufe des Jahres, aber der zugrunde liegende Trend ist klar. Praxen suchen kontinuierlich nach Verstärkung.
PhysioMatch sieht deshalb, dass Schweizer Arbeitgeber immer häufiger internationale Kandidaten in Betracht ziehen. Vor allem wenn ein Team schnell erweitert werden muss, kann die Rekrutierung in anderen europäischen Ländern einen echten Unterschied machen.
Zunahme ausländischer Physiotherapeuten in der Schweiz
Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, wächst die Zuwanderung von Physiotherapeuten aus dem Ausland weiter. Das zeigt sich in der Zahl anerkannter ausländischer Diplome. Diese Zahl steigt seit Jahren. Im Jahr 2024 wurden 1.174 ausländische Physiotherapie Diplome offiziell anerkannt.
Für Kandidaten bedeutet das, dass die Schweiz immer internationaler wird. Für Arbeitgeber bedeutet es, dass sich der Rekrutierungsmarkt erweitert hat. Praxen schauen häufiger auf Physiotherapeuten aus ganz Europa, vor allem dann, wenn der lokale Arbeitsmarkt zu angespannt ist.
Auch bei PhysioMatch sehen wir das deutlich in Gesprächen mit Schweizer Arbeitgebern. Für viele Teams ist internationale Zuwanderung keine Ausnahme mehr, sondern ein logischer Bestandteil der Personalplanung.
Anerkennung ausländischer Physiotherapie Diplome
Wer als Physiotherapeut in der Schweiz arbeiten möchte, benötigt in der Regel eine Diplomanerkennung durch das Schweizerische Rote Kreuz. Das ist ein wichtiger Teil der Vorbereitung und entscheidet letztlich darüber, ob jemand ohne Einschränkungen in der Schweiz arbeiten kann.
In der Praxis werden rund zwei Drittel der Diplome direkt anerkannt. Etwa ein Drittel der Kandidaten muss zusätzliche Maßnahmen absolvieren, zum Beispiel ein Anpassungspraktikum oder eine Prüfung. Die Zahl der Eignungsprüfungen ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Das zeigt, dass die Zuwanderung zunimmt und dass der Prozess für einen Teil der Kandidaten zusätzliche Schritte erfordert.
PhysioMatch begleitet Physiotherapeuten während dieses Prozesses und unterstützt beim Sammeln und Ordnen der Unterlagen, die für den Antrag erforderlich sind. Das schafft mehr Übersicht und hilft, Verzögerungen in einem Verfahren zu vermeiden, das für viele Kandidaten neu und komplex sein kann.
Aus welchen Ländern Physiotherapeuten in die Schweiz kommen
Basierend auf den Fachkräften, die PhysioMatch in den vergangenen drei Jahren in die Schweiz vermittelt hat, sehen wir eine klare geografische Verteilung. Die Zuwanderung kommt vor allem aus einigen wichtigen Ländern und wird durch eine breite Gruppe weiterer europäischer Herkunftsländer ergänzt.
Top 6 Herkunftsländer über PhysioMatch
- Niederlande, 187
- Deutschland, 50
- Spanien, 25
- Schweiz, 21
- Belgien, 16
- Griechenland, 15
Darüber hinaus hat PhysioMatch auch Physiotherapeuten aus Italien, Ungarn, Frankreich, Polen, Portugal, Finnland, Österreich, der Slowakei, Rumänien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Estland, Kroatien, Malta, Slowenien, Tschechien, dem Vereinigten Königreich und Schweden vermittelt.
Diese breite Herkunftsmischung zeigt, dass die Schweiz zu einem internationalen Arbeitsmarkt für Physiotherapeuten geworden ist. Die europäische Mobilität spielt inzwischen eine wichtige Rolle bei der Personalbesetzung in diesem Sektor.
Herkunft der Physiotherapeuten, die PhysioMatch in den vergangenen drei Jahren in die Schweiz vermittelt hat. Größere Kreise stehen für mehr Vermittlungen.
Die Rolle von PhysioMatch bei der Arbeit als Physiotherapeut in der Schweiz
Wegen des strukturellen Mangels suchen Schweizer Gesundheitseinrichtungen weiterhin aktiv nach neuen Fachkräften. PhysioMatch hilft Physiotherapeuten aus ganz Europa dabei, eine Stelle in der Schweiz zu finden, und begleitet sie während des gesamten Bewerbungsprozesses.
Die Begleitung konzentriert sich darauf, einen klaren Weg zum Start in der Schweiz zu schaffen. Von der ersten Kontaktaufnahme mit Arbeitgebern bis hin zur Unterstützung bei der Vorbereitung auf den Umzug und bei der Diplomanerkennung wird der Schritt in die Schweiz konkreter und leichter planbar.
Häufig gestellte Fragen zur Arbeit als Physiotherapeut in der Schweiz
Gibt es in der Schweiz einen Mangel an Physiotherapeuten?
Ja. In mehreren Regionen der Schweiz gibt es einen Mangel an Physiotherapeuten. Das hängt unter anderem mit dem hohen Anteil an Teilzeitarbeit zusammen und damit, dass ein Teil der Fachkräfte den Beruf innerhalb weniger Jahre verlässt. Dadurch bleiben offene Stellen für Physiotherapeuten oft länger unbesetzt.
Können ausländische Physiotherapeuten in der Schweiz arbeiten?
Ja. Viele Physiotherapeuten aus anderen europäischen Ländern arbeiten in der Schweiz. Ein ausländisches Diplom muss jedoch in der Regel zuerst durch das Schweizerische Rote Kreuz anerkannt werden. Nach der Anerkennung können ausländische Physiotherapeuten in Schweizer Praxen, Kliniken oder Rehabilitationszentren arbeiten.
Wie funktioniert die Anerkennung eines Physiotherapie Diploms in der Schweiz?
Für die Anerkennung eines ausländischen Physiotherapie Diploms muss ein Antrag beim Schweizerischen Roten Kreuz eingereicht werden. Rund zwei Drittel der Diplome werden direkt anerkannt. In anderen Fällen kann es notwendig sein, zusätzliche Schritte wie ein Anpassungspraktikum oder eine Prüfung zu absolvieren.
Aus welchen Ländern kommen Physiotherapeuten, die in der Schweiz arbeiten?
Physiotherapeuten, die in der Schweiz arbeiten, kommen aus vielen verschiedenen europäischen Ländern. Basierend auf den Vermittlungen von PhysioMatch stammen die größten Gruppen aus den Niederlanden, Deutschland, Spanien, Belgien und Griechenland. Darüber hinaus ziehen auch Physiotherapeuten aus vielen anderen europäischen Ländern für die Arbeit in die Schweiz.
Wie unterstützt PhysioMatch Physiotherapeuten bei der Arbeit in der Schweiz?
PhysioMatch begleitet Physiotherapeuten während des gesamten Bewerbungsprozesses in der Schweiz. Dazu gehören die Suche nach einem passenden Arbeitgeber, Unterstützung bei der Diplomanerkennung sowie Begleitung bei der Vorbereitung auf das Arbeiten und Leben in der Schweiz.
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