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Anieks Geschichte als Physiotherapeutin in Bern

Aniek ist mit PhysioMatch von den Niederlanden nach Bern gezogen und arbeitet nun als Physiotherapeutin in einer geriatrischen Rehabilitationsklinik. Sie berichtet über ihre Erfahrungen mit dem Arbeiten und Leben in der Schweiz.


Von den Niederlanden in die Schweizer Berge: Anieks Geschichte als Physiotherapeutin in Bern

Als Physiotherapeutin in der Schweiz zu arbeiten ist für viele Fachkräfte im Gesundheitswesen ein Traum. Bessere Arbeitsbedingungen, eine andere Arbeitsweise und das Leben in einer beeindruckenden Umgebung machen diesen Schritt attraktiv. Aniek traf diese Entscheidung nach einigen Jahren Berufserfahrung in den Niederlanden. Mit Unterstützung von PhysioMatch fand sie ihre Stelle in der Schweiz. Seit Oktober 2025 lebt und arbeitet sie als Physiotherapeutin in einer geriatrischen Rehabilitationsklinik in der Umgebung von Bern. In dieser Geschichte teilt sie ihre Erfahrungen, von den ersten Zweifeln bis zum Alltag in der Schweiz.

Von Drenthe nach Bern

Aniek ist 25 Jahre alt und stammt ursprünglich aus Drenthe. Für ihr Physiotherapie Studium zog sie nach Enschede, wo sie nach ihrem Abschluss noch zwei Jahre lebte und arbeitete. Nach dieser Zeit begann es zu kribbeln. Sie war bereit für ein neues Abenteuer und suchte nach Möglichkeiten im Ausland.

Ich hatte bereits Auslandserfahrung durch mein Praktikum in Österreich und das hat mir sehr gut gefallen. Nach zwei Jahren Arbeit fühlte es sich wie der richtige Moment für etwas Neues an.

Über PhysioMatch kam sie mit Arbeitgebern in der Schweiz in Kontakt. Der Prozess war für sie übersichtlich und gut begleitet, wodurch der Schritt ins Ausland weniger aufregend war. Schließlich fand sie über PhysioMatch eine Stelle in einer geriatrischen Rehabilitationsklinik in der Nähe von Bern.


Ein wohlüberlegter Schritt in die Schweiz

Die Entscheidung, die Niederlande zu verlassen, traf Aniek nicht überstürzt. Sie dachte lange darüber nach und durchlief den Prozess gemeinsam mit PhysioMatch Schritt für Schritt.

Es war super spannend, aber weil ich den ganzen Prozess in Ruhe durchlaufen habe, fühlte es sich nicht wie eine überstürzte Entscheidung an. Ich fühlte mich gut vorbereitet und hatte richtig viel Lust darauf.

Eine der ersten Herausforderungen war die Wohnungssuche. Sie hatte gehofft, das noch aus den Niederlanden organisieren zu können, doch das erwies sich als schwieriger als erwartet. Deshalb startete sie ihr Schweizer Abenteuer zunächst in einer temporären Wohnung der Klinik. Von dort aus fand sie schließlich eine Wohnung in Bern.


Arbeiten und Leben in der Schweiz

Finanziell merkt Aniek einen Unterschied im Vergleich zu den Niederlanden. Sie verdient mehr, sieht aber auch, dass die fixen Kosten höher sind. Die Steuern in diesem Kanton sind relativ hoch und auch ihre Hobbys, wie Skifahren, sind teurer. Vor allem die Krankenversicherung war ein großer Unterschied, von etwa 150 Euro in den Niederlanden auf fast 400 Schweizer Franken pro Monat.

Außerdem arbeitet sie weniger Stunden als vorher. In der Schweiz arbeitet sie 80 Prozent, etwa 33 Stunden verteilt auf vier Tage. In den Niederlanden arbeitete sie 38 Stunden in vier Tagen.

Das ist wirklich deutlich entspannter. Die Arbeit hier ist auch sehr strukturiert und das gibt Ruhe, man weiß, woran man ist.

Durch die SRK Registrierung hat sie vorübergehend zusätzliche Kosten, doch nach Abschluss erhält sie eine kleine Gehaltserhöhung.

Physiotherapie in einer Schweizer Einrichtung

Die Arbeit in einer Schweizer Rehabilitationsklinik unterscheidet sich stark von ihrer Arbeit in den Niederlanden. Während sie früher in einer Praxis im ambulanten Bereich arbeitete, arbeitet sie jetzt in einer Einrichtung. Diese Versorgungsformen sind schwer miteinander zu vergleichen.

Was ihr besonders auffällt, ist, dass Patientinnen und Patienten in der Schweiz aufgenommen werden können, wenn das nötig ist. Ob es um Rehabilitation nach einer Operation, Demenz oder eine vorübergehende Entlastung der häuslichen Situation geht, eine Aufnahme ist möglich. Innerhalb der Klinik gibt es außerdem Raum für kognitive Rehabilitation.

In den Niederlanden habe ich viele dieser Patientinnen und Patienten zu Hause gesehen. Hier können Menschen aufgenommen und intensiv begleitet werden.

Der Kontakt mit Kolleginnen und Kollegen ist anders organisiert. Viele arbeiten in Teilzeit, wodurch sie täglich mit wechselnden Kolleginnen und Kollegen zusammenarbeitet. Die Atmosphäre ist genauso informell wie in den Niederlanden, aber man lernt sich weniger schnell kennen. Mit den Patientinnen und Patienten hat sie dagegen mehr Kontinuität, weil sie sie täglich sieht. Der Kontakt ist etwas formeller und Patientinnen und Patienten werden meist mit Nachnamen angesprochen.


Entwicklung und Karrieremöglichkeiten

In der Klinik wird Fortbildung definitiv gefördert. Es wird empfohlen, im ersten Jahr vor allem Berufserfahrung zu sammeln. Es gibt interne Kurse und jährlich organisierte Weiterbildungen. Gemeinsam mit dem Team wird geschaut, welches Wissen und welche Spezialisierungen gebraucht werden. Auch ein Masterstudium ist möglich.

Aniek arbeitet unter anderem mit Patientinnen und Patienten nach Amputationen, eine Gruppe, die sie sehr interessant findet. In den Niederlanden arbeitete sie unter anderem mit onkologischen Patientinnen und Patienten. Beides sind Bereiche, in die sie sich in Zukunft auch gerne weiter vertiefen möchte.

Work Life Balance und täglich genießen

Die Work Life Balance in der Schweiz erlebt Aniek als angenehm. Durch ihre kürzere Arbeitswoche hat sie mehr Raum für Entspannung und Freizeit.

In den Niederlanden habe ich 38 Stunden in vier Tagen gearbeitet, das war ziemlich intensiv. Jetzt arbeite ich weniger Stunden und das fühlt sich deutlich ruhiger an.

Ein echtes Urlaubsgefühl hatte sie früher während ihres Praktikums in Österreich, aber auch in der Schweiz genießt sie ihre Umgebung täglich.

Ich habe vom Balkon aus Blick auf die Jungfrau. Jeden Morgen fahre ich mit dem Fahrrad von Bern zur Arbeit mit den Bergen im Hintergrund und das bleibt besonders.

Wohnen in Bern

Aniek wohnt in Bern, der offiziellen Hauptstadt der Schweiz. Die Stadt ist von der Größe her vergleichbar mit Städten wie Enschede oder Deventer. Nicht riesig, aber lebendig und reich an Kultur und Architektur. Die Aare fließt durch die Stadt und es gibt viel Grün. Bern ist bekannt als ruhige Stadt, was für eine gemütliche Atmosphäre sorgt. Die überdachten Einkaufsstraßen laden dazu ein, das Leben etwas langsamer zu nehmen.

Sie wohnt in einer Wohnung mit einer Mitbewohnerin, einer sogenannten WG. Das fühlt sich vertraut an, weil sie in den Niederlanden auch ihre Wohnung geteilt hat. Die Wohnung ist schön und die Chemie mit ihrer Mitbewohnerin stimmt. Sie essen regelmäßig zusammen und erzählen sich von ihrem Tag. Ihre Mitbewohnerin ist Engländerin und hat selbst den Auswanderungsprozess durchlaufen, was für viel Wiedererkennung sorgt. Auch andere Expats erlebt Aniek als offen und willkommen.


Lieblingsorte in Bern

In ihrer Freizeit entdeckt Aniek gerne die Stadt. Ihr Lieblingscafé ist Noy, ein paar Straßen von ihrer Wohnung entfernt. Ihre Lieblingslaufstrecke führt am Eishockeystadion vorbei, durch Straßen mit Secondhandläden und gemütlichen Cafés, um schließlich bei Noy zu enden. Kleine Routinen, die dafür sorgen, dass sich Bern immer mehr wie Zuhause anfühlt.

Zweifel und Rat an andere Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten

Für Aniek ist ein gutes Arbeitsklima wichtiger als die Umgebung, auch wenn die Umgebung sicher zu ihrer Freude an der Arbeit beiträgt. Für Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten, die überlegen, denselben Schritt zu machen, hat sie einen klaren Rat.

Folge vor allem deinem Gefühl. PhysioMatch kann dich im gesamten Prozess gut unterstützen, aber am Ende müssen sich Arbeitsplatz und Wohnort für dich richtig anfühlen. Fahr in die Schweiz und besuche Arbeitsplätze, bevor du eine Entscheidung triffst.

Danke Aniek, dass du deine inspirierende Geschichte geteilt hast. Möchtest du wie Aniek über PhysioMatch als Physiotherapeutin in der Schweiz arbeiten? Melde dich gerne bei uns. Wir begleiten dich Schritt für Schritt, vom ersten Kennenlernen bis zu deinem ersten Arbeitstag.

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